Die Mühle

Station 13

Die sehenswerte Mühle wurde im Jahre 1843 erbaut. Sie ist ein Holzfachwerkbau mit tailliertem, achteckigem Turm. Eine hölzerne Galerie umrahmt die Mühle. Besonders erwähnenswert ist die doppelte Windrose mit den Klappflügeln. Die Mühle wurde im Holländerstil gebaut. Eine der höchsten Stellen im Ort mit der Flurbezeichnung `Kleihorst, sie war damals möglicherweise mit Heide bedeckt, zumindest weitgehend ohne Baumbestand - erwies sich wohl als der günstigste Platz zum Bau einer Windmühle. Bereits Anno 1700 hatte hier eine Bockwindmühle gestanden. Nach einem Brand im Jahre 1765 wurde an gleicher Stelle im Jahre 1804 eine neue Mühle errichtet. Die heutige Mühle ist damit die dritte Mühle, die sich auf diesem Platz befindet. Im Jahre 1919 erhielt die Mühle die oben angesprochene Windrose, die wegen ihrer doppelten Form wohl einzigartig ist. Ab 1920 wurde die Mühle zusätzlich durch Elektroenergie betrieben. Ab den 50iger Jahren ging der Mahlbetrieb nach und nach zurück, weil sich die landwirtschaftlichen Betriebe selbst Schrot-mühlen anschafften. Im Jahre 1970 wurde schließlich der Mahlbetrieb ganz eingestellt und das Gewerbe abgemeldet. In der nachfolgenden Zeit wurde die Mühle langsam zur Ruine; Teile der Flügel und Windrose brachen ab, die Galerie verfaulte. 1975 sah sich die Stadtverwaltung Petershagen deshalb veranlasst, die Mühle für baufällig zu erklären und deren Abriss in Erwägung zu ziehen. Dieser Abriss wurde jedoch in letzter Minute verhindert und die Meßlinger Mühle wurde zum Ausgangspunkt für die heutige Mühlenstrasse im Kreis Minden-Lübbecke.