Geschichte



Über die erste Besiedlung im Bereich des heutigen Ortes Meßlingen gibt es keine urkundlichen Unterlagen, jedoch erscheint eine Besiedlung schon in der ältesten Siedlungsperiode, d.h. zumindest vor 750 n.Chr., also der Altsächischen Zeit, wahrscheinlich, eventuell sogar schon in der Cheruskerzeit, ca. 400 n.Chr., ist sie nicht ausgeschlossen; denn in unmittelbarer Nachbarschaft, nämlich der Gemarkung Südfelde - Stemmer ist die Anlage eines Urnenfriedhofes nachweisbar.

Weitere Beweisgrundlagen für eine frühhistorische Besiedlung liefert auch die Analyse bzw. zeitliche Zuordnung des in der Erst-Beurkundung verwendeten, aus dem Althochdeutschen stammenden Namensbestandteils "lage".

Flur-, Siedlungs- bzw. Ortsnamen in dieser Zusammensetzung sind nach Auffassung namhafter Siedlungsforscher zumindest in dervorgenannten ältesten Siedlungsperiode entstanden.

Außerdem ist für Meßlingen als erste Urbarmachung eine sog. Langstreifenflur, auch Eschflur genannt, nachweisbar, deren Entstehungszeit in der Siedlungskunde für 600 - 900 n. Chr., als auch innerhalb der Altsächsischen Zeit, angesetzt wird.

Die erste urkundliche Erwähnung ist zu finden im Chronologischen Register des Hoyer Urkundenbuches Nr. 5902 v. 1245, wo es heißt:"Herr arnd de Ryddere en Hus in Messelage" ("Herr Arnd, der Ritter hat ein Haus in Meßlingen.").

Weitere Erwähnungen sind zu finden in mittelalterlichen Dokumenten der Jahre 1294 - 1324 mit unterschiedlicher, aber mit heutiger identischer Namensform.

Aus dem ursprünglichen "Messelage" bzw. der fast zur gleichen Zeit gebräuchlich gewesenen Flur- und Ortsbezeichnung "Mettelaghe" erfolgte eine Namenswandlung über "Mesleghe" bzw. "Meselg", "Meßling" zu schließlich "Meßlingen".